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Content Marketing für Softwareunternehmen: Warum selbst der beste Code allein nicht reicht

  • 8 min read

Content Marketing für Softwareunternehmen. Braucht es nicht! Wenn die Qualität stimmt, verkauft sich die Lösung von selbst. Oder?

Dein Team schreibt sauberen, performanten Code. Deine Software löst echte Probleme. Und trotzdem … bleiben die Leads aus. Oder – noch bitterer – sie landen beim Wettbewerb. Kommt dir das bekannt vor?

Die harte Wahrheit: Großartiger Code allein bringt dir keine Kunden. Es fehlt die Brücke zwischen deinem Produkt und den Menschen, die es nutzen sollen. Oft verstehen die Leute einfach nicht, was du anbietest und warum. Und genau da kommt Content Marketing ins Spiel.

Die typischen Stolperfallen

Viele Softwareunternehmen sitzen marketingtechnisch im selben Boot:

  • Kommunikation ist zu technisch: Es werden Features erklärt, aber kein greifbarer Nutzen
  • Zu wenig Sichtbarkeit: Potentielle Kunden wissen gar nicht, dass es dich gibt
  • Deine Lösungen sind komplex und schwer verständlich für Menschen ohne Tech-Hintergrund.
  • Du bist abhängig von Empfehlungen. Mundpropaganda ist zwar ein idealer Umsatzbooster … aber wie kommst du außerhalb von deinem Dunstkreis an Kunden?
  • Abhängigkeit von Empfehlungen – Mundpropaganda reicht einfach nicht fürs Wachstum.

Die Folge? Deine Lösung ist ein Champion … aber irgendwie ein Hidden Champion!

Warum Content Marketing für Softwareunternehmen dein „Game changed”

Content Marketing macht deinen Code greifbar. Es übersetzt ihn in Geschichten, Nutzen und Lösungen, sodass auch nicht-technische Leute sofort verstehen, warum sie deine Software brauchen.

Was genau kann Content Marketing für dich leisten?

  • Du wirst leichter auf Google oder per ChatGPT leichter von potentiellen Kunden gefunden
  • Du gewinnst einen Vertrauensvorschuss, indem du Blogartikel, Fachartikel und Whitepaper veröffentlichst
  • Deine Lösungen sind leichter verständlich, weil dein Content die Komplexität aufbricht
  • Content macht deinen Verkaufsfunnel „smoother“, weil du bereits Erwartungen managen und Bedenken abfangen kannst; gleichzeitig wächst deine Chance auf Inbound Leads

Aaaber: Content ist nicht gleich Content. Manche Formate passen besser zu Softwareunternehmen als andere. Deshalb findest du hier eine Übersicht über passende Content Formate für Softwarefirmen.

Welche Formate wirklich ziehen

Deine Zielgruppe braucht Inhalte, die greifbar und nützlich sind.Hier findest du eine Übersicht der Formate, die sich in der Softwarebranche besonders bewährt haben:

1. Blogartikel & Pillar Pages

Sie sind die absolute Grundlage für dein Content Marketing. Warum? Weil du damit eine der wichtigsten Grundlagen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) schaffst. Ohne Blogartikel (und noch besser: Pillar Pages!) wird es schwer mit der Online Sichtbarkeit.

Am Anfang sollte eine keyword-Analyse stehen. Du solltest dir zumindest Gedanken darüber gemacht haben, was potentielle Kunden von dir so in Google oder ChatGPT klopfen könnten, damit am Ende du mit deiner Lösung als Antwort präsentiert wirst.

Bietest du CRM Software an? Dann wird es wohl so etwas sein wie „effektives Kundenmanagement“ oder „Kundenregister anlegen“ sein. Du kannst auch in Fragen denken: „Was ist das beste CRM Tool für internationale Kunden?“. So landen Menschen direkt bei dir, wenn sie nach einer Lösung suchen. Außerdem baust du damit Vertrauen auf, weil du zeigst: Du kennst die Probleme deiner Zielgruppe und löst sie zuverlässig.

2. LinkedIn Posts und Fachartikel

LinkedIn ist deine Bühne für Reichweite und Expertenstatus. Warum? Weil deine Zielgruppe sehr wahrscheinlich hier unterwegs ist. Ohne regelmäßige Posts und Fachartikel wirst du kaum wahrgenommen … und schon gar nicht als relevanter Player.

Wichtig ist: Es geht nicht um plumpe Werbung, sondern um echten Mehrwert. Menschen wollen Insights, Praxisbeispiele und Denkanstöße, keine Produktbroschüren.
Stelle dir Fragen wie:

  • Welche Bedenken haben meine Kunden in Bezug auf Lösungen, die ich anbiete. Haben sie schlechte Erfahrungen mit dem Mitbewerb gemacht?
  • Welche Trends oder Technologien beschäftigen meine Branche gerade?
  • Welche typischen Fehler könnte man mit einem einfachen Handgriff vermeiden?
  • Wenn ich meine Lösung einem interessierten Teenager erklären würde, wie würde ich das tun? (Das hilft dir dabei, nicht im Fachjargon zu versinken!)

Wenn du diese Inhalte dann noch mit etwas Storytelling „sprenkeln“ kannst, umso besser!

Nutze LinkedIn Beiträge für kurzweiligere Inhalte, während du in LinkedIn Artikeln mehr in die Tiefe gehen und deine Expertise demonstrieren kannst. Es bietet sich auch an, bereits erstellte Blogartikel in einen LinkedIn Artikel zu gießen oder umgekehrt. Das ist nicht „doppelt gemoppelt“, sondern erhöht deine Reichweite und Sichtbarkeit. Achte jedoch darauf, keine genauen Kopien auf Blog und LinkedIn zu veröffentlichen, sondern wandle den Text leicht ab oder kürze ihn (ChatGPT ist dein Freund 😉).

3. Look and Feel Videos

Wie wird deine Software greifbar? Screenshots allein überzeugen nicht. Wer deine Software kennenlernen und vielleicht sogar kaufen will, möchte sehen, wie sie sich anfühlt: Wie flüssig ist die Navigation? Wie klar ist das Dashboard? Wie intuitiv sind die Abläufe? Dafür braucht es Look & Feel Videos!

Sie zeigen Interessenten in wenigen Sekunden:

  • So übersichtlich ist unser Dashboard.
  • So schnell findest du dich zurecht.
  • So angenehm ist die Arbeit mit unserer Lösung.

Stelle dir diese Fragen, bevor du Look and Feel Videos angehst:

  • Welche Workflows sind so klar strukturiert, dass sie im Video sofort überzeugen?
  • Welche „Wow“- und „Aha“-Erlebnisse kennenb wir bereits von unseren Kunden?
  • Was kann unsere Lösung besser als die vom Mitbewerb?
  • Wie zeige ich, wie intuitiv oder komplex unsere Software ist? (Stichwort: Erwartungsmanagement! Bitte verkaufe die Software nicht als intuitiv, wenn sie es nicht ist! Wenn deine Software komplex ist, ist es besser, die Featurevielfalt zu zeigen und sie als high-performative und mächtig zu präsentieren)

Halte Look & Feel Videos kurz und knackig (30–90 Sekunden). Zeige nur die wichtigsten Ausschnitte. Der Rest darf gerne neugierig machen. Für längere Formate, bieten sich Webinare an. Aber dazu später mehr!

Wo setzt du Look & Feel Videos ein?

  • Auf LinkedIn als Content Piece
  • Eingebunden auf deiner Website
  • Im Vertriebsgespräch, damit Interessierte sofort ein Bild vor Augen haben

Webinare

Webinare sind ein mächtiger Hebel im Content Marketing. Ja, sie sind aufwändiger umzusetzen. Doch oft zeigen sie besonders viel Wirkung im Sinn von direkten Leads.

Interaktive Webinare können dich sehr attraktiv für zukünftige Kunden machen. Denn Live-Webinare bieten dir die Chance, direkt auf Fragen einzugehen, Einwände zu entkräften und Interessenten mit in die Anwendung hineinzunehmen. Das schafft Vertrauen und Nähe. Damit bist du so nah dran an einem persönlichen 1:1 Gespräch wie nur möglich … gleichzeitig holst du aber mit einem Webinar 10, 20 oder Hunderte Interessenten ab.

Aus deinen Live Webinaren kannst du später asynchrone on-demand-Webinare schneiden und diese auf YouTube veröffentlichen. So erreichst du noch über Monate oder sogar Jahre hinweg Leute. Webinare können ruhig etwas längere Formate sein und sollten zwischen 30 und 90 Minuten dauern.

Stelle dir diese Fragen, bevor du ein Webinar planst:

  • Welche Fragen, Bedenken aber auch „Wow“-Momente tauchen im Sales-Prozess immer wieder auf und lassen sich in einem Webinar gut erklären?
  • Wer hält das Webinar ab? Idealerweise ist es jemand aus deinem Vertriebsteam mit einer starken und sympathischen Präsenz, der/die gleichzeitig sehr intensiv über die Lösung Bescheid weiß.
  • Welche interaktive Elemente kannst du einbauen (Q&A, Umfragen etc.)?

Denke Webinare bitte nicht als „reine Produktshow“. Denn das wird schnell langweilig. Baue spannendes Storytelling in die Webinare ein und arbeite mit Geschichten aus der Praxis, authentischen Einblicken und augenzwinkerndem Humor.

Whitepaper

Ein Whitepaper ist ein längeres Dokument, das dir erlaubt, tiefer in die Materie einzusteigen und deine Expertise zu beweisen. Im Marketing-Kontext steht ein Whitepaper für ein langes Format, das informiert und einen Mehrwert bietet ohne allzu „salesy“ zu sein.

Es sollte gut strukturiert sein und deiner Leserschaft interessante Fakten bieten. Nutze es, um komplexe Sachverhalte zu erklären, Trends zu beleuchten und Schritt für Schritt zu zeigen, wie bestimmte Herausforderungen gelöst werden. Idealerweise baust du subtil immer wieder ein, wie das mit deiner Software gelingt.

Halte dein Whitepaper klar strukturiert und leserfreundlich. Nutze Grafiken und Screenshots, um Inhalte anschaulich zu machen. Denn niemand liest gerne 20 Seiten Textwüste.

Obwohl Whitepaper recht aufwändig in der Erstellung sind, zahlt sich der Aufwand meistens aus. Denn in der Regel werden Whitepaper hinter einer „Download-Wall“ verfügbar gemacht. Soll heißen: Die User hinterlassen ihre E-Mail-Adresse, damit sie das Whitepaper kostenlos lesen können. Damit hast du einen potentiellen Lead-Kontakt.

Podcast

Wie bleibst du bei deiner Zielgruppe präsent, auch dann, wenn sie nicht vor dem Bildschirm sitzt? Mit einem Podcast. Das ist das ideale Format, um Expertise hörbar zu machen und noch mehr Nähe aufzubauen. Denn eine Stimme im Ohr wird immer persönlicher sein als ein Wort auf dem Bildschirm.

Ein Podcast wirkt persönlicher als ein Whitepaper und ist flexibler als ein Webinar: Deine Zuhörer:innen nehmen dich mit auf den Arbeitsweg, beim Sport oder beim Kaffee zwischendurch. So wirst du Teil ihres Alltags und baust Stück für Stück Vertrauen auf.

Achtung: Auch ein Podcast ist keine Verkaufsshow. Es sollte um Inhalte gehen, die abseits von deinem Unternehmen und deinen Leistungen spannend sind.

Warum nutzen so viele Unternehmen immer noch keine Podcasts, obwohl sie stark auf die eigene Markenpräsenz einzahlen? Weil viele glauben, ein Podcast muss einen „high procution value“ mit perfekter Tonqualität und den besten Speakern haben. Doch die Wahrheit ist: Authentische Podcasts sind sehr sympathisch! Man darf hören, wenn sich jemand räuspert oder verlegen ist. Du brauchst kein perfektes Studio Mikrophon mit absoluter Stille im Hintergrund haben. Wichtig ist ein packendes Thema und ein roter Faden. Wer sich dann noch mit einigen rhetorischen Grundlagen auseinandersetzt, hat eigentlich schon gewonnen.  

Fazit: Content Marketing für Softwareunternehmen

Du willst endlich mit Content Marketing für Softwareunternehmen starten, aber weißt nicht so recht, wie du anfangen sollst. Ooooder ehrlich gessagt, hast du gar keinen Plan davon? We got you! Hol dir das kostenlose Whitepaper „Content Marketing für die IT-Branche”. Darin findest du unter anderem einen Step-by-Step Plan, um zu starten.

Hören ist dir lieber als Lesen? Dann klicke dich hier zum 10-teiliger Podcast für Content Marketing Newbies. Besonders empfehlenswert ist an dieser Stelle die Bonusfolge „Content Marketing in der IT“, die noch einmal spezifisch auf die Bedürfnisse von IT (unter anderem auch Softwarefirmen) eingeht.

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